Bericht von der Gemeinderatssitzung vom 28.04.2021



Wald und Waldwege

Revierförster Joachim Stier berichtete über die geplante Bewirtschaftung des Gemeindewalds. Dabei zeigt er auf, dass im vergangenen Jahr nur zufällige Nutzungen durchgeführt wurden, aufgrund von Trockenheit, Dürre und Borkenkäferbefall. Der Umbau des Waldes mit Trocken- und Dürre resistenteren Bäumen werde auch eine wichtige Zukunftsaufgabe sein. Vor Ort wurde dann eine Durchforstungsmaßnahme angeschaut. Dabei lobte Herr Stier die hervorragende Arbeit des Gögginger Bauhofs bei der Waldbewirtschaftung. Außerdem wurde beschlossen den Teil eines Waldweges von Grund auf zu sanieren.

Untere Straße westlicher Ortsteingang

Beim Endausbau dieses Bereiches wurde bei einer Anliegerinformation die Befürchtung geäußert, dass zu schnell gefahren wird wenn der Ausbau kommt. Damals hat man sich verständigt, dass bauliche Verengungen nicht sinnvoll sind. Allerdings hat man damals vereinbart, sollten die gefahrenen Geschwindigkeiten am Ortseingang zu hoch sein, über mobile Hindernisse nachzudenken.
Nach einer Ortsbesichtigung beschloss der Gemeinderat zwei Blumenkübel versetzt aufzustellen, um die gefahrenen Geschwindigkeiten zu reduzieren.

Weitere Gehwegabsenkungen

Hier wurde beschlossen den Gehweg auf der nördlichen Seite der Bernhardusstraße noch etwas zu verlängern. Weitere Gehwegabsenkungen im Bereich Albblickweg, Rosensteinstraße wurden nicht für notwendig geachtet, da hier bereits durch Hofeinfahrten sehr viele Absenkungen vorhanden sind und man die Straßenseiten problemlos an mehreren Stellen wechseln kann.

Kindergarten

Herr Architekt Hermann aus Lorch erläuterte die Baumaßnahme. Es handelt sich um einen Holzbau mit einem extensiv begrünten Flachdach. Im Innenbereich ist der Kindergarten mittlerweile fertiggestellt. Somit steht einem Einzug zum neuen Kindergartenjahr nichts entgegen. Die Außenanlagen müssen noch angelegt werden. Hierzu erfolgt die Ausschreibung in der nächsten Woche. Herr Hermann betont, dass man insgesamt eine kostengünstige Erweiterung erstellt habe. Auch blieb man bei der Bauausführung innerhalb des geplanten Kostenrahmens.

Neufassung der Friedhofssatzung

Die geltende Friedhofsatzung wurde aktualisiert und an die momentanen Gegebenheiten angepasst. Die Friedhofsordnung lässt sich von den Gedanken leiten, dass sich jeder entsprechend der Würde des Orts verhalten sollte. Auf dem Gögginger Friedhof werden Reihen-/Wahlgräber, Urnenerdgräber, Urnenwandgräber sowie ein anonymes Rasengrabfeld angeboten. Bei herkömmlicher Bestattungsweise beträgt die Ruhezeit 25 Jahre, bei Urnengräber kann bei der Erstbestattung zwischen 15 und 20 Jahren gewählt werden. Die Zweitbestattung erfolgt dann automatisch für 15 Jahre. Ein Dorn im Auge ist dem Vorsitzenden teilweise der viele Blumenschmuck bei den Urnenwandgräbern. Bereits in der alten Satzung war enthalten, dass an den Urnenwandgräbern kein Blumenschmuck abgelegt werden soll. Für diejenigen die hier etwas mehr noch machen wollen, besteht die Möglichkeit die Urnenerdgräber zu erwerben. Hier soll auch der Hinweis an die Bestatter gehen, dass diese ihre Kunden im Gespräch auf diesen Teil der Friedhofsordnung hinweisen. Im Übrigen wurde die Friedhofsordnung einstimmig verabschiedet.

Freiflächen-Photovoltaikanlage

An der Kreisstraße Richtung Schechingen wird von einem Landwirt ein Freiflächen-Photovoltaikanlage geplant mit einem Umfang von ca. 0,9 ha. Um diese letztlich verwirklichen zu können ist die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich. Der Gemeinderat beschloss grundsätzlich die Aufstellung eines Bebauungsplans.

Gebühren im Bereich Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung

Wilfried Binder vom Gemeindeverwaltungsverband erläuterte, dass im Bereich der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Zuschüsse nach der Höhe der Entgelte und umgerechneten Beiträge gewährt werden. Insbesondere im Abwasserbereich steht mit der Sanierung der Kläranlage auch unabhängig von der Frage, ob Schechingen oder Heuchlingen anschließen ein finanzielles Großprojekt in den nächsten Jahren an. Hier müsse man versuchen, möglichst hohe Zuschüsse zu bekommen. Dazu ist eine Erhöhung der Gebühren erforderlich. Würde man dies nicht tun, würde man zwar im Moment den Gebührenzahler schonen, aber nicht langfristig, denn über den Abschreibungszeitraum hinweg muss letztlich der Gebührenzahler den Eigenanteil der Gemeinde finanzieren. Gleichzeitig stehen aber auch Kanalsanierungen noch an. Bei den Kanalsanierungen sind die Gebührensätze die erhoben werden müssen noch höher als im Bereich der Kläranlagensanierung. Außerdem besteht er kein Rechtsanspruch sondern die Zuschüsse werden gewährt nach verfügbaren Mitteln. Ziel soll es sein auf der einen Seiten möglichst hohe Zuschüsse für den notwendigen Kläranlagenbau zu erhalten. Auf der anderen Seit aber dem Gebührenzahler nicht über Gebühr zu belasten. Hierzu wird auch in der nächsten Sitzung dargestellt werden, wo Kanäle im Inlinerverfahren noch saniert werden müssen.